Im März 1993 wurde die im Jahre 1962 eröffnete und von Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler eingeweihte Freibahn im Frankfurter Stadion zugeschlossen.
Ich gehörte, damals vor der Schließung, zu der Seniorengruppe und genoß es viel Eis zur Verfügung zu haben.
Da ich die angeboten Eiszeiten der Frankfurter Eissporthalle nicht wahrnehmen konnte, folgte nach der Schließung eine bittere, erbärmliche eiskunstlauflose Zeit für mich.
Mit dem Eislaufen habe ich allerdings erst mit 31 Jahren angefangen, trotzdem bekam ich aber sofort, dank dem richtigen Trainer Werner Franz, den „richtigen Biß";
Eislaufen war ja auch ein Traum aus meiner Kindheit, den ich noch nicht in Erfüllung hatte bringen können.
Das Verlangen Eiskunstlaufen zu lernen war so groß, dass ich sogar in der Lage gewesen wäre, auch mit 80 und auf einem Rollstuhl doch noch auf dem Eis zu gehen!
Aus Frust kein gutes Training mehr zu haben, bekam ich die Idee, das auch zu tun, was die erwachsenen Eistänzer schonlängst praktizierten: Lehrgänge,
Eiskunstlauf-Lehrgänge für Erwachsene.
Meine leidenschaftliche Liebe zum Eis ließ mich nie daran zweifeln, dass es mir nicht gelingen würde.
Viel Glück, viel Arbeit, viel Idealismus, betonter gesagt eine unermüdliche Hartnäckigkeit und ein paar Freunde, unter denen meine Eislauftrainerinnen, waren die Unterstützter meines Engagements.
Die ersten Lehrgänge fanden in Saarbrücken statt. Wie erfreut waren wir, sowohl die Trainer als auch die Läufer, dass eine Eishalle unser Projekt ernst nahm und uns Eis zur Verfügung stellte. Die Schließung der Saarbrückener Halle machte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Erneut standen wir da, mit riesengroßer Lust eis zu laufen und wussten nicht wohin! Nach 999 Telefonate
mit etlichen Eishallen, die alle absagten mit der Begründung „Sie werden nie jemanden finden, der sich für so etwas interessiert", wagte ich es doch noch die Garmische Eishallegeschäftsleitung anzusprechen. Ich war angenehm überrascht, denn der damalige Geschäftsleiter, Herr Mitnecker, sagte sofort zu! So kam es, dass die erwachsenen Eiskunstläufer in Garmisch „Fuß auf dem Eis fassen konnten".
Heute sind diese Lehrgänge eine Tradition geworden. Im Jahre 2011 fand der 13. Lehrgang statt.
Mein Dank richtet sich in erster Linie an unseren TrainerInnen, an den ersten Teilnehmer, ohne die die Forsetzung der Lehrgänge nie hätte stattfinden können. Und natürlich allen, die an mir geglaubt haben. Auf ein baldiges Wiedersehen auf das eiskalte Parkett
Es grüßt Euch ganz herzlich.
Doch noch einen Wunsch hätte ich: einmal, ein einziges Mal die Ehre zu haben, bei Jutta Müller trainieren zu dürfen!
Armelle Zas
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